[How to] Fondant

Es ist so eine Hass-Liebe zwischen mir und dem Fondant.

ChampagnerFlasche

Und auch zwischen den Leuten, die sich eine Fondant-Torte wünschen. Denn, Fondant ist ZUCKER.

PUR.

 

Aber es sieht einfach so schön aus …. wie zum Beispiel diese Champagnerflasche – da ist alles essbar!

 

Aber, Fondant ist nicht nur pappsüß, sondern auch ganz schön zickig.

Deshalb dachte ich mir, ich geb euch mal den ein oder anderen Tipp. (Alle Konditoren und Profi-Bäcker unter euch sollten jetzt am besten mal nicht so genau hinschauen, denn ich teile hier nur meine laienhaften Erfahrungen 😉 – vielleicht kann ich die im Laufe der nächsten zwei Jahre meiner Ausbildung noch etwas professioneller untermauern :D)

Was ich aber nicht machen will, euch erklären, wie man eine Torte am besten mit Fondant eindeckt, oder wie man Falten rausbekommt, wie man Fondant macht (hab ich tatsächlich auch noch nie gemacht, weil ich der Meinung bin, der Aufwand lohnt sich einfach nicht …) und was auch immer, weil ich denke, dafür gibt es auch genug YouTuberinnen, die das ganz wundervoll erklären und da auch sehr viel Zeit und Mühe reinstecken. Wenn ihr wollt, kann ich auch mal eine Liste machen mit Blogposts und Videos, die ich hilfreich finde, wenn man da einsteigen möchte.

Nein. Was ich machen möchte ist, euch ein bisschen die Hemmungen vor der Zuckermasse zu nehmen.

Auch wenn ich in letzter Zeit häufiger Naked Cakes oder Dripping Cakes als richtige Fondant-Torten gemacht habe, finde ich die Möglichkeiten, die man mit Fondant hat einfach unfassbar. Auf Instagram finde ich immer wieder neue Kreationen, Ideen und krasse Kombinationen, wo es mich jedes Mal in den Fingern juckt und ich am liebsten genau das alles Jetzt. Gleich. SOFORT ausprobieren würde. Aber wohin mit dem ganzen Kuchen?! 😀

So, aber worum es jetzt eigentlich geht:

——- FONDANT ——-

Fondant

Ich habe ja schon erwähnt, da ist ziemlich viel Zucker drin. Und wer hat das Sprichwort – „Ich bin ja nicht aus Zucker.“ – noch nicht benutzt und ist dann in den strömenden Regen gerannt!? Wären wir aus Zucker, würde von uns im Regen nämlich nicht mehr viel übrig bleiben … wir würden dahinschmelzen.

Und genau das passiert bei Fondant, wenn er mit Wasser in Berührung kommt.

Deshalb:

 No. 1: Wasser weg von Fondant! 

  • trocken lagern
  • nach dem Händewaschen die Hände gründlich trocknen und erst dann den Fondant kneten – dazu am besten auch noch etwas Stärke an die Hände
  • Finger weg von Sahne, Quark, Joghurt und Früchten!

WAAAAAS?? Wie soll denn das gehen??!?

Keine Panik. Das gilt nur für die Schicht direkt unter dem Fondant. Und das solltet ihr euch wirklich merken! Glaubt mir, ihr wollt nicht den gleichen Fehler machen wie ich damals und eine Torte ganz lecker mit einer Erdbeere-Mascarpone-Creme mit Erdbeerstückchen füllen (ordentlich Gelatine war drin, damit auch alles schön hält) und dann etwas Buttercreme drumherum schmieren und dann eindecken.

Diese Torte war die mittlere Schicht einer 3-stöckigen Hochzeitstorte und damals hab ich die Torte am Abend bzw. in der Nacht vorher komplett fertig gemacht, also auch schon zusammengebaut. Und als ich am nächsten Morgen in den Keller ging, hatte meine Torte Löcher!!!!

Ihr könnt euch vorstellen, ich war ziemlich in Panik…..dazu kam, dass es einer der heißesten Tage in diesem Sommer war und die Torte dadurch noch mehr litt..

Die Löcher sind überall dort entstanden, wo Fruchtstückchen ganz am Rand waren und so „durchgenässt“ hatten… NIE WIEDER!

  • Wenn ihr eure Torte ganz nach euren Wünschen füllen möchtet – ohne Rücksicht auf den Fondant nehmen zu müssen – gibt es folgende Tricks:
    •  einen Ring aus Buttercreme oder etwas aufgeschlagener Schokoganache auf die Böden spritzen, bevor sie gefüllt werden
    • einen Rand aus Kuchen legen
    • einen dünnen Biskuitboden backen und um die gesamte Torte wickeln
    • die Torte mit einer Marzipandecke eindecken und dann den Fondant darüber

Befolgt ihr das, bleibt euch so ein Drama und die Aufregung, wie ich sie damals hatte, definitiv erspart 😉

No. 2: Qualität zahlt sich aus!

Freunde, in diesem Fall kann man ruhig den ein oder anderen Euro mehr in die Hand nehmen. Gerade bei wärmerem Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit geht es euren Torten nämlich durch die Temperaturunterschiede zwischen Kühlschrank und Küche oft nicht gut. Im Kühlschrank sammelt sich so einiges an Kondenswasser an und wie wir eben gelernt haben, ist Wasser Gift für unseren Fondant 😉 .

Aber es gibt durchaus Unterschiede in der Qualität der Fondantarten.

Massa Ticino und Callebaut stehen für mich auf der ungeschlagenen Nummer 1.

Fondant Kopie

Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit dauert es, bis der Fondant zu „schwitzen“ anfängt. Massa Ticino gibt es auch in vielen verschiedenen Farben, was es auch einfacher macht.
Fondant Kopie 6Ein wenig günstiger ist Fondant von FunCakes. Ich benutze ganz gern den schwarzen Fondant dieser Marke. Er hat auch eine wirklich schöne, glatte Oberfläche, sollte allerdings nicht zu oft starken Temperaturschwankungen ausgestetzt werden.

Dazu hat mir eine Freundin letztens allerdings einen Tipp gegeben: Bewahrt man eine Fondanttorte in einem Pappkarton im Kühlschrank auf, nimmt der zum einen etwas Feuchtigkeit auf, zum anderen kann sich die Torte, wenn sie wieder herausgeholt wird, langsamer an die Zimmertemperatur gewöhnen.

Ich habe den Fondant von FunCakes allerdings noch nicht in größeren Mengen gefunden.

Fondant Kopie 5

Dafür würde ich euch (für den kleinen Geldbeutel) den Fondant von DekoBack empfehlen. Im Internet in Eimern zu bestellen, gibt es die kleinen Packungen auch im Supermarkt und von allen Sorten, die ich aus Supermärkten kenne, finde ich diesen am Besten.

Fondant Kopie 4

Letzter im Bunde ist der von Renshaw. Ehrlich gesagt, habe ich den noch nicht verwendet, ABER ich mag die Blütenpaste ganz gern und ich habe schon viel Gutes von dem Fondant gehört, deswegen sollte er auf

der Liste nicht fehlen.

Ein großer Unterschied der ganzen Marken, die so auf dem Markt sind, ist auch die Farbe des Fondants. Viele Billigsorten haben einen leichten Gelbstich oder riechen nicht so wirklich gut. Es gibt auch YouTuber, die verschiedene Sorten vor laufender Kamera ausgetestet und bewertet haben. Falls ihr wollte, kann ich da auch mal was raussuchen.

No. 3: Frischhaltefolie ist euer bester Freund! 

Genauso wenig wie euer Fondant Wasser mag, mag er Luft. An der Luft trocknet er nämlich. Und das ziemlich schnell.

Wenn man Dekoelemente modelliert oder aussticht, kann man das nutzen, aber wenn der Fondant noch verarbeitet werden soll, dann sollte er immer möglichst schnell wieder in Folie. Dabei ist es auch gut, immer wieder alle kleinen Teile zu einer größeren Kugel zu formen.

No. 4: Geduld ist eine Tugend

Auch bei Fondant bewahrheitet sich dieses Sprichwort – zwar ist er nicht so geduldig, dafür müsst ihr euch am Anfang schon etwas mehr Zeit nehmen.

Das fängt schon beim Kneten an. Nehmt euch da Zeit und knetet so lange rum, bis es wirklich ein geschmeidiger Klumpen Zucker ist. Dann tut ihr euch beim Ausrollen und beim Eindecken wesentlich leichter.

Rollt man den Fondant nämlich zu dünn, dann reißt er schnell. Zu dick, dann wird er faltig und schwer und kann dann auch wieder schneller reißen und schmeckt auch keinem mehr.

Übung macht den Meister! Beim ersten Mal wird es sicher nicht perfekt. Dieses Bild solltet ihr gleich mal aus eurem Kopf löschen. Da braucht es Zeit und Geduld und viele Wiederholungen!

No. 5: Die Grundlage ist alles! 

Und jetzt kommen wir zu dem einem Mythos – mit Fondant könne man Unebenheiten kaschieren. So ist es definitiv nicht. Überall da, wo kleine Löcher, Lücken in der Creme  oder es einfach nicht glatt ist, sieht man das auch wenn der Fondant daraufliegt.

Deshalb braucht ihr auch schon beim Einstreichen der Torte Geduld. Ich habe vorhin von den Möglichkeiten gesprochen, wie ihr eure Torte fondanttauglich machen könnt. Buttercreme eignet sich hierfür am besten – allerdings auch nicht jede! Das könnt ihr einfach googeln bzw. ich werde euch auch ein anderes Mal die Cremes vorstellen, die gut funktionieren 🙂

Jetzt ist die Torte dann ja noch sehr krümelig und deshalb benötigt sie einen ordentlichen Anstrich.

Yolanda Gampp von How to Cake It sagt dazu: „Crumb Coat & Chill“! Das ist ihr Lieblingsspruche.

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Quelle: https://howtocakeit.com/collections/cakewear/products/crumb-coat-chill-apron-new-by-request

Man muss die Amerikaner mögen, um sich ihren Kanal anzuschauen, aber ich finde sie großartig! Sie kreiert einfach unglaubliche Mega-Cakes und hat einen YouTube-Channel bzw. Instagram-Account, der einen total inspiriert und motiviert Torten zu machen und vorallem akkurat zu arbeiten! Auch wenn ich denke, dass ihre Füllungen nicht so ganz den Geschmack der deutschen Bevölkerung treffen, schau ich mir gerne das ein oder andere bei ihr ab!

 

 

So … aber zurück zum Thema:

Nach dem ersten „Anstrich“ solltet ihr noch mind. eine Schicht auftragen, damit auch alle Lücken geschlossen sind, die Seiten schön glatt und senkrecht sind und die Oberfläche auch gerade. Das könnt ihr so oft wiederholen, bis sie euch gefällt. Gebt der Torte zwischen den Anstrichen auch genug Zeit im Kühlschrank, dann wird die Buttercreme fest und ihr verstreicht sie nicht gleich wieder.

Danach kommt die Torte dann wieder in den Kühlschrank, dass sie dann auch schön fest ist, wenn der Fondant darüber kommt.

Ich hoffe, dass dieser Post die ein oder andere von euch motiviert, auch mal was damit zu machen 😊

Habt einen wundervollen Tag!

Süße Grüße,

Tina

 

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